Kickerinnen kämpfen um ihre Mannschaft

Dem Frauenfußballteam des SV Beuren fehlen ein Trainer und Spielerinnen

Beuren / sz – Dass Frauen nicht nur Fußball spielen können, sondern auch erfolgreich damit sind, ist nicht erst seit den Erfolgen der Nationalmannschaft um Rekordspielerin Birgit Prinz bekannt. Auch in den Ligen unserer Region gibt es viele Teams, die tollen Sport zeigen – so auch der SV Beuren. Die Damenmannschaft des Vereins landete in der vergangenen Saison im Mittelfeld der Bezirksliga. Trotzdem kämpft das Team ums Überleben.

Aktuell sind die Mädels des SV Beuren auf dem achten Platz der Bezirksliga, haben aber zwei Spiele weniger als die vor ihnen platzierten Teams. Seit das Wetter besser ist, haben sie auch sofort mit der Vorbereitung für die Rückrunde begonnen. Allerdings fehlen ihnen Mitspielerinnen und ein Trainer.

Suche ist schwierig

“Vergangenes Jahr hatten wir einen Trainer, der aber aus privaten Gründen keine Zeit mehr hat. Zuletzt hat auch der eine oder andere Spieler der Männermannschaft das Training gemacht”, sagt Spielerin Sandra Vogel. “Oft machen die Fußballerinnen auch einfach alleine Training. Eine Spielerin plant es im Voraus, und wir setzen es dann auf dem Platz um”, ergänzt Mannschaftskollegin Madeleine Maurus.

Der Vereinsvorstand sucht zwar nach einem Übungsleiter, allerdings sei dies im Frauenbereich eben schwierig.

Zusätzlich zur Trainerlosigkeit kommt in dieser Saison ein akuter Spielermangel zu den Problemen der Mannschaft hinzu. Ein Wechsel und fünf Verletzte haben das Team ausgezehrt. Aktuell bekommen die SV-Damen gerade eine Mannschaft zusammen. “Wir versuchen, mit ein paar Aushilfen über die Saison zu kommen. Außerdem planen wir eine Flyer-Aktion in den Schulen”, sagt Vogel.

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Am 22. März geht die Rückrunde der Mannschaft, die auch mal gerne zusammen in die Disko und nach jedem Spiel gemeinsam zum Essen geht, los. Bis dahin wollen sich die SV-Damen auf jeden Fall verstärken. Momentan plant die Mannschaft ihre Trainingseinheiten dienstags und freitags, kann sich aber auch vorstellen, das zu ändern. Die Gefahr, dass durch eine weitere Verletzung die Rückrunde nicht zu Ende gespielt werden kann ist, aber immer gegenwärtig. “Klar, denkt man immer gleich daran, ob es jetzt weitergeht oder nicht. Aber wir sind so ein lustiger Haufen und haben so viel Spaß im Training, deshalb machen wir weiter”, sagt Maurus.

Spaß und Erfolg haben

Obwohl der Spaß im Vordergrund steht, wollen die SV-Damen aber auch sportlichen Erfolg haben. Abgesehen davon ist beim Team jede neue Spielerin willkommen. Ob jung oder alt, ob erfahrene Fußballerin oder Anfängerin: Die Mädels freuen sich über jede Verstärkung. “Ab einem Alter von 16 Jahren darf man bei uns mitspielen. Alles Andere kann gelernt werden. Wir haben alle bei Null angefangen, als das Team damals gegründet worden ist”, sagt Vogel.

Interessierte Spielerinnen können sich per Email an svbdamen@web.de gerne melden.