Bericht der SZ: SVB beschleunigt auf der Überholspur – SV Beuren e.V.

Bericht der SZ: SVB beschleunigt auf der Überholspur

Von Uli Coelius

Region – Es hat sich wohl jeder der fünf Allgäuer Fußballbezirksligisten aus dem Terrain württembergischer “Gebietshoheit” eine ausführliche Bestandsaufnahme verdient. Dazu besteht während der Winterpause bis zur Wiedereröffnung des offiziellen Spielbetriebs am 13. März 2016 noch ausgiebig Gelegenheit. Daher soll über die Weihnachtszeit und zwischen den viel zitierten Jahren zunächst eine subjektiv eingefärbte Einschätzung zum SV Beuren, FC Leutkirch, FC Isny, SC Unterzeil-Reichenhofen und SV Amtzell erfolgen.

Mit Verlaub, um sich rotzfrech einer Anleihe aus der “Formel 1” zu bedienen sowie gleichzeitig etwas umfassender skizziert, startet der SV Beuren beschleunigt auf der Überholspur durch. Als Aufsteiger der kleinsten Bezirksliga-Ortschaft mit lediglich 870 Einwohnern platziert sich das Team von SVB-Macher Remig Albrecht und seinem strebsamen Spielertrainer Marco Mayer bei nur vier Saisonniederlagen mit 33 Punkten und lediglich fünf Zählern Rückstand zu Spitzenreiter SV Haisterkich (ein Spiel weniger) als beste Mannschaft des württembergischen Allgäus auf Rang vier. “Eine Sensation”, geben Vereinschef Albrecht und Coach Mayer unisono vor . Über den vielleicht nächsten Schritt Richtung Landesliga halten sich die Beurener Vereinsmacher jedoch zu Recht bedeckt. “Die Bezirksliga ist exakt das, was zu uns passt”, schiebt Remig Albrecht hoch trabenden Spinnereien eindeutig den Riegel vor: “Wir sind angekommen.”

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Grundsätzlich ein Thema, der Bezirksliga eines Tages die kalte Schulter zu zeigen, bleibt der FC Leutkirch mit seinem Trainer Roland Wiedmann. Fußballchef Jochen Reischmann unternimmt in seinem aufopferungsvollen Einsatz für den Tabellensechsten jedenfalls alles Erdenkliche, endlich die Beförderungskriterien für den Aufzug nach oben zu erfüllen. Allemal verdient hätte es sich der häufig despektierlich als “Fahrstuhlmannschaft” abgestrafte Traditionsverein.

Simon Stiller folgt in Isny auf Markus Giuliani

Tja, der FC Isny lässt sich nur schwerlich in Worte fassen. Als selbst ernannter Titelfavorit schien der ehemalige Verbands- und Landesligist, unter dem allzu früh verstorbenen Erfolgstrainer Hermann Badstuber, Vater von Bayern-Star Holger Badstuber, einst auf Höhenflug, in dieser Saison unaufhaltsam dem Abstieg entgegen zu taumeln. Der Wechsel der regional anerkannten Trainerpersönlichkeiten Markus Giuliani auf Simon Stiller scheinen beim Traditionsverein FC Isny für eine adäquate Aufbruchstimmung zu sorgen. Der achte Tabellenplatz (21 Punkte) lässt zwar noch keinen klaren Trend zu. Aufwärts geht’s aber allemal.

Bleiben noch die unzweifelhaft unberechenbaren SC Unterzeil-Reichenhofen (Zwölfter) sowie einen Platz dahinter der SV Amtzell, für seine großartige Nachwuchsarbeit hoch gelobt. Generell ist den württembergischen Allgäuvertretern in der Bezirksliga Bodensee eine beeindruckende Präsenz zu attestieren. Dass an der umkämpften Tabellenspitze derzeit der, na, ja, nur wenige Kilometer vom Schussental entfernte SV Haisterkirch vor dem bayerischen Konkurrenten TSV Heimenkirch rangiert, braucht daher keine ernsthaften Sorgen zu bereiten.